Haltestelle Stadtwaldfarm

Ursprünglich war der Fridolin-Bus einer unter Vielen. Ein gewöhnlicher Verkehrsbus, der Mitte der 80er Jahre in Berlin seinen Betrieb aufnahm und seine Fahrgäste zu ihren Zielorten transportierte. Als er im Jahr 2012 nach Verden kam, hatte er bereits um die eine Million Kilometer hinter sich gebracht.
Seit der Ankunft des Busses in Verden im Jahr 2012 war er viele Jahre ein fester Bestandteil der kirchlichen Gemeinwesenarbeit der Sankt Johannis Gemeinde und hatte im Zuge dessen so einige mobile Termine, vor allem am Niedersachsenring.
Aber auch ein Bus kann nur ein gewisses Pensum an Mobilität aufweisen und wird mit dem Alter reparaturanfälliger. Das war der Moment, an dem die Fokus Familien- und Sozialdienstleistung gemeinnützige GmbH, mit ihrem Standort der Stadtwaldfarm am Stadtwald in Verden, ins Spiel kam.
Marko Stenzel, Pastor der Sankt Johannis Gemeinde und Thomas Behrendt, Geschäftsführer der Fokus gGmbH, kamen ins Gespräch und eruierten einen neuen Einsatz auf unserer Stadtwaldfarm. Eine glückliche Fügung, die am Dienstag, den 24.05.2022, fast alle Beteiligten, die am bisherigen Werdegang des Fridolin-Busses in der Stadt Verden mitgewirkt haben, zusammenkommen ließ. Bürgermeister Lutz Brockman fand die die treffenden Worte: „Der Bus ist in einem Zustand, in dem er weiter genutzt werden kann – aber nicht fürs Fahren. Der Stadtwald ist eine gute Station.“ Und weiter: „Hier auf der Stadtwaldfarm wird der Fridolin-Bus zu einem eigenen Ort.“
Ebenso gaben Marko Stenzel (Pastor St. Johannis Gemeinde) und Dieter Sogorski, Pastor der Domgemeinde Verden, zu, dass der Abschied vom Fridolin-Bus im Grunde ein Abschied auf Raten war. Der Trennungsschmerz ist zu vernachlässigen, denn zum einen wissen sie natürlich um das schöne neue Zuhause und räumten ein, dass bei einem so alten Bus die Mobilität irgendwann auch finanziell nicht mehr tragbar ist.
Thomas Behrendt kann den Worten seiner Kollegen nur zustimmen und erinnerte sich an seine Freude, als sein Telefon klingelte und er auf eine Möglichkeit zum weiteren Verbleib des Busses angesprochen wurde. Seit diesem Frühjahr steht der Fridolin-Bus bereits auf der Stadtwaldfarm und fügt sich, nach ein paar kleinen Reparaturen, sehr gut ins Gesamtbild ein. „Viele Mütter und Erzieherinnen erinnern sich daran, selbst im Fridolin gespielt zu haben“, berichtet Thomas Behrendt über alltägliche Begegnungen auf der Stadtwaldfarm.
2012 in Verden angekommen wurde Fridolin zu einem Spielbus umfunktioniert und fungierte von da an als wichtige Begegnungsstätte im Rahmen der mobilen kirchlichen Gemeinwesenarbeit am Niedersachenring. Angesiedelt bei der Stadt Verden und gefördert von dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration und vom Landkreis Verden hat der Bus über die Jahre einen prominenten Status in Verden bekommen. Eines seiner wichtigsten Fähigkeiten ist, dank seiner Umfunktionierung eben nicht ausschließlich das Fahren. Seine Beliebtheit hat er durch seine Besonderheit der integrierten Spielmöglichkeiten, denn in ihm findet man einen Kicker-Tisch, eine Rutsche, einen Versteckkasten und eine Sitz- und Krabbelecke. Fahren wird er für die Fokus gGmbH nicht mehr, bei uns ruht er an seiner für ihn errichteten „Haltestelle Stadtwaldfarm“, öffnet seine Türen und glänzt mit seinen inneren Werten.

 

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